Die Beziehungen der Schweiz zu Israel

Die Beziehungen der Schweiz zu Israel

Die Verbindungen zwischen der Schweiz als ältester Demokratie und seit der Staatsgründung 1948 von Israel als eines der jüngeren Staatswesens sind politisch und wirtschaftlich vielseitig und positiv, jedoch immer wieder Belastungen ausgesetzt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Israel neben einem anderen Staatsaufbau noch immer keine eigene Verfassung hat, auf allen Gebieten eine gewaltige Aufbauarbeit leisten musste und immer von Feinden umringt mit und ohne Kriege sich unter vielen Opfern behaupten musste.

Segen Israels für die Schweiz
Im ewigen Plan Gottes hat Israel für alle Nationen ganzheitlich eine grosse Bedeutung. Aus dem Holocaust entstanden, wurde Israel als eine Heimstätte für Juden aus aller Welt geboren. Die Berufung und Wiederherstellung Israels ist auch ein grosser Segen für die Schweiz, der im 1000-jährigen Reich seine gewaltige Vollendung finden wird, jedoch schon heute ein grosser Segen ist. Israel und die Schweiz sind gegenseitig durch Botschaften gut vertreten, wobei wir als Arbeitsgemeinschaft Israel-Werke Schweiz IWS mit den jeweiligen Botschaftern ein herzliches Verhältnis haben. Angesichts der moslemischen Bedrohung und der feindlichen Haltung der UNO ist Israel an einer guten Beziehung mit der Schweiz sehr interessiert und schätzt die politische Unterstützung nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht. Der Verkauf landwirtschaftlicher und industrieller Produkte ins Alpenland ist ebenso wichtig wie das Know-how israelischer Intelligenz in der Technologie und Wissenschaft.

Schweiz – gefordert und geprüft
Mit zunehmender Besorgnis verfolgt die IWS die Politik von Bundesrat und Parlament. Sie sollten sich bewusst sein, dass Israel im weltweiten Kampf gegen den Terrorismus auch unser mitentscheidender Vorposten im Nahen Osten ist und bedeutend mehr Verständnis für seine Lage und den Kampf gegen jede Form von Antisemitismus erhalten sollte. Den Anliegen der zahlenmässig kleinen jüdischen Minderheit von gegen zwanzigtausend Mitbürgern ist ebenso verständnisvoll zu begegnen wie der Unterstützung der Alijah nach Israel. Bedrückend ist die neutralitätswidrige, einseitig auf die Interessen der Palästinenser ausgerichtete Aussenpolitik Berns. Das Befremden der Regierung von Jerusalem ist verständlich wegen den Aktivitäten unserer Aussenministerin Calmy-Rey bei der sog. Genfer-Initiative, im Menschenrechtsrat und dem Goldstone-Bericht. Schockierend ist die schon oft einseitige, pro-palästinensische Stimmabgabe des Schweizer Vertreters in der UNO und das völlig unnötige Anbiedern unseres gewesenen Bundespräsidenten Merz bei Ghadaffi in Libyen und Ahmadineshad in Teheran. Weiter nicht einverstanden ist die IWS aus biblischer Sicht mit der Haltung und Unterstützung des Bundesrats, dass Israel sich aus allen Gebieten vor 1967 zugunsten einer Zwei-Staatenlösung zurückziehen sollte mit der Teilung oder Internationalisierung Jerusalems. Von der 2009 neu gegründeten Parlamentariergruppe Schweiz-Israel erwarten wir einen zukünftig starken Einfluss im Parlament für eine Verlegung der Schweizer Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem, bei Entscheidungen und Stimmabgaben in der UNO und in der Abwehr von Boykotten israelischer Waren in der Schweiz.

IWS klar für Israel
Schon im letzten Jahrhundert haben sich Christen für Israel eingesetzt, gebetet und Organisationen gegründet. Am 30. November 2001 trafen sich dann Leiter aus verschiedenen Werken in Zürich und schlossen sich zur Arbeitsgemeinschaft Israel-Werke Schweiz IWS zusammen, deren Grundsatzerklärung und Adressen auf unseren Internet-Seiten aufgeführt sind. Im Laufe der Jahre wurden vor dem Bundeshaus Solidaritäts-Kundgebungen und an verschiedenen Orten Gebetstage und Israel-Jugendtage organisiert. Vom 5. – 7. September 2008 wurde erstmals ein dreitätiger Kongress in Bern durchgeführt und jährlich eine Retraite für die Leiter und ihre Ehepartner. Interventionen beim Bundesrat und Presse-Communique in den Medien betreffend Israel wurden periodisch gemacht. Ein besonderes Anliegen der IWS war und ist, dass Christen, welche in Israel für soziale Zwecke und zur Unterstützung der messianisch-jüdischen Arbeit tätig sind, ohne Schikane ein Visum erhalten.

Die verschiedenen Werke der IWS haben unterschiedliche Aufträge und Arbeitsweisen, wie zum Beispiel:

In der Arbeitsgemeinschaft treffen sich die Leiter und Vertreter dieser Israel-Werke zum Austausch und bearbeiten gemeinsame Anliegen. Sie treten mit solchen auch an die Öffentlichkeit.

Werner Scherrer