Die weltweite Rückwanderung der Juden nach Israel

Wir können zuschauen, wie Gott Seine biblischen Prophezeiungen erfüllt und Sein Volk wieder versammelt an den Ort, den Er ihnen in Seinem Bund zugesagt hat. Dies geschieht alles als Vorbereitung für die Offenbarung und Wiederkunft des Messias. Wir sind die Generation, welche mit eigenen Augen sehen kann, wie die Prophetien von Jeremia, Jesaja, Hesekiel, Amos usw. vor unseren Augen in Erfüllung gehen.

Im Mai 1948 wurde der moderne Staat Israel gegründet. Das war zweifellos eines der bedeutendsten Ereignisse der jüngeren Geschichte. Zum ersten Mal kehrte ein Volk, das beinahe zweitausend Jahre zuvor entwurzelt und zerstreut worden war, als souveräne Nation in sein historisches Heimatland zurück. Dies geschah gegen alle Widerstände und unter unglaublichen Bedingungen – weil der Herr versprochen hatte, dass Er Israel aus allen Völkern herausholen und sie in ihr eigenes Land bringen würde (Hesekiel 36,24).

«Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen»

Gottes Plan kann nicht gestoppt werden, auch wenn die Welt mit aller Kraft versucht, Israel unter seine Feinde aufzuteilen. Der Herr sagt, dass Er Israel sammeln wird „von den vier Enden der Erde“ (Jesaja 11,12).

«Und er wird den Nationen ein Feldzeichen aufrichten und die Vertriebenen Israels zusammenbringen, und die Verstreuten Judas wird er sammeln von den vier Enden der Erde»

Im Angesicht des Bombenterrors und der Anstrengungen des Iran, eine eigene Atombombe zu bauen spricht der Herr zu Israel: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein“ (Jesaja 43,1). Er verspricht, die Nachkommen Israels ins Land zu bringen (V. 5-6).

«Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen sammeln und ich will sagen zum Norden: gib her! Und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde»

Alijah ist das hebräische Wort für die Rückkehr der Juden – der Kinder Israel – in das ihnen von alters her verheissene Land Israel. Buchstäblich bedeutet es „hinaufgehen“ oder „hinaufsteigen“ und beschreibt ursprünglich die Reise zum Haus des Herrn, zum Berg Zion.

Der Herr „bringt“ Sein Volk zurück (Jeremia 30,3). «Denn siehe, Tage kommen, spricht der Herr, da wende ich das Geschick meines Volkes Israel und Juda, spricht der HERR. Und ich bringe sie in das Land zurück, das ich ihren Vätern gegeben habe, damit sie es in Besitz nehmen.» Immer öfter kann man von „verlorenen Stämmen“ hören, die nach Israel heimkommen. Wir sehen, dass Juden weltweit aufgestört werden an „allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind“ (Hesekiel 34,12) «Wie ein Hirt sich seiner Herde annimmt am Tag, da er unter seinen zer-streuten Schafen ist, so werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie retten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels.», unter ihnen auch die B’nei Menasche („Söhne Manasses“) in Indien, sowie die Nachkommen der Kaifeng-Juden in China und die sephardischen Juden aus Lateinamerika.

Alijah ist eine ehrfurchtgebietende Demonstration der Barmherzigkeit und der Gnade Gottes in unserer Zeit. Sie ist ein „Feldzeichen für die Nationen” (Jesaja 11,12) «Und er wird den Nationen ein Feldzeichen aufrichten und die Vertriebenen Israels zusammen-bringen, und die Verstreuten Judas wird er sammeln von den vier Enden der Erde», das die Regentschaft des Gottes Abrahams, Isaaks und Jakobs verkündet und dass Er alleine der wahre und lebendige Gott ist. Und in der Tat, seit Israel ein unabhängiger Staat geworden ist, sind über drei Millionen Juden in das Land zurückgekehrt – das ist ein Exodus, wie man ihn seit Moses Zeiten nicht mehr gesehen hat.

Und dennoch spüren wir, dass das noch nicht alles ist. Wir stehen an der Schwelle zu etwas noch weit Grösserem, denn die Schrift kündigt uns für die letzten Tage ganz klar einen noch grösseren Exodus an. Dieser wird die Nationen sehr beeindrucken, denn dieser zweite Exodus wird den ersten Auszug aus Ägypten bei weitem in den Schatten stellen.

Solch ein gigantischer Exodus mag undenkbar scheinen, aber unser Gott hat versprochen:

«Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen: So wahr der HERR lebt, der die Söhne Israel aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat! – sondern: So wahr der HERR lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel heraufgeführt und sie gebracht hat aus dem Land des Nordens und aus all den Ländern, wohin ich sie vertrieben hatte! Und sie sollen in ihrem Land wohnen.» (Jeremia 23,7–8).

Im Wort Gottes heisst es: “Sie werden in ihrem eigenen Land wohnen.“ Das schliesst auch Judäa und Samaria ein! Das ist in unseren Tagen nicht „politisch korrekt“, aber ich bin froh, dass es „biblisch korrekt“ ist.

Die Bibel sagt auch klar, dass Nichtjuden ganz praktisch mithelfen werden, wenn Gott Seine Prophetie zur Erfüllung bringt. Eure Gebete ermöglichen nicht nur, dass die Träume von Juden von der Rückkehr in ihr Heimatland wahr werden, sondern auch die Ausführung des Willens Gottes auf Erden. Welche Ehre und welch ein Vorrecht, dass wir mithelfen dürfen, den Weg zu bereiten für die Rückkehr unseres Messias!

Zum Schluss zusammenfassend, die 3 Schritte, welche Israel machen muss, um in seine Berufung hineinzukommen:

  1. Nach Israel heimkehren (Alijah) und sich niederlassen unter Mithilfe der Nichtjuden, (Jes. 49:22; Jes.60 & 62)

    «So spricht der Herr, Herr: Siehe, ich werde meine Hand zu den Nationen hin erheben und zu den Völkern hin mein Feldzeichen aufrichten. Und sie werden deine Söhne auf den Armen bringen, und deine Töchter werden auf der Schulter getragen werden» (Jesaja 49:22)

  2. Sich zum Gott Israels hinwenden: „Wir wollen dein Volk sein und du sollst unser Gott sein“. Jesus hat selber gesagt, bevor er zum Vater hochfuhr, dass er nicht zurückkommen werde, bevor Seine Brüder sagen würden:

    «Gepriesen sei Der da kommt im Namen des Herrn! » (Matthäus 23.39).

    Jesus wartet auf diesen Schrei seiner Brüder, bevor er wiederkommt.

  3. Sich mit Gott versöhnen. Es wird eine tiefgründige Umkehr von Israel geben – Jesus wird sich ihnen offenbaren

    «Aber über das Haus David und die Bewohnerschaft von Jerusalem, giesse ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint.» (Sach. 12:10)

    Die Berufung Israels war immer und wird immer zum Segen für die ganze Welt sein. Israel hat die besondere Berufung, weil Gott diesen Weg gewählt hat, um alle Menschen zu segnen. Da wir an den Gott der Bibel und unseren Retter Jesus glauben und sein Wort für uns zuverlässig ist, wollen wir Israel in seine Berufung begleiten, segnen, ihnen beistehen.
    Nach 2.000 Jahren Beschuldigung und Verfolgung des jüdischen Volkes hat die Kirche heute die Gelegenheit, Israel endlich zu umarmen und das Volk im Gegensatz zu früher zum ersten Mal in der Geschichte wirklich zu segnen. Diese nochmalige Bestätigung unserer Wurzeln und unsere Schuld gegenüber den Geliebten des Vaters muss im Zentrum des grossen Missionsbefehls stehen – und ist somit auch Mittelpunkt Seiner Endzeitpläne bevor Jesus zurückkehrt und Israel in seinem Friedensreich seine Aufgabe finden wird.

Urs Käsermann